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E-Gesundheitskarte geht in die Testphase

Enorme Einsparungen werden erwartet
Die Einführung der elektronischen Gesundheits-Karte ist bis spätestens 2006 geplant und soll viele Vorteile bringen. Unter anderem geschätzte Einsparungen von mehr als einer Milliarde Euro.

Eine Kombination der E-Karte mit der elektronischen Gesundheitsakte wird dabei, laut Expertenmeinung, für die größten Einsparungen sorgen. Auf Knopfdruck kann der behandelnde Arzt Befunde anderer Ärzte, Röntgenbilder und weitere medizinische Daten einsehen. Dies bringt Zeitersparnis und Doppeluntersuchungen werden vermieden. Der Arzt ist jederzeit in der Lage zu sehen, welche Medikamente der Patient von einem Kollegen erhalten hat und kann so bei der Medikation Wechselwirkungen umgehen. Weitere Anwendungen, wie elektronisches Rezept, Zuzahlungsmanagement oder Mitgliederverwaltung sind zwar nützlich für den Praxisablauf, bieten aber kaum Einsparpotential.

Um die Akzeptanz der E-Karte bei Ärzten und Patienten zu prüfen, wird ihre Funktion nun zunächst in der Region Trier getestet. Der Test soll 18 Monate dauern und 40 Haus- und Fachärzte nehmen daran teil. Für die Ärzte bedeutet die Einführung der E-Karte zuerst einmal, dass sie investieren müssen. Die TSS-Box (ein Hardware-Modul mit Router-Funktion, die die Daten verschlüsselt) kostet etwa 800 Euro und hinzu kommen Schulungen für das Praxispersonal.

(28.10.2004; Quelle: Ärzte Zeitung)

Umfrage zu den Hartz-IV-Reformen

Die Mehrheit der Deutschen will die Reformen
Das Meinungsforschungsinstitut forsa befragte 1005 Deutsche in einer repräsentativen Umfrage zum Thema „Hartz IV“ und es stellte sich heraus, dass die knappe Mehrheit der Bevölkerung die Reformen befürwortet.

Die geplanten Arbeitsmarktreformen hielten 46 Prozent aller Befragten für "eher richtig", 42 Prozent bezeichneten sie als "eher falsch". Es zeichnete sich hierbei ein deutlicher Unterschied zwischen Ost und West ab: Im Westen meinten 49 Prozent der Befragten die Reformen seien "eher richtig", wohingegen im Osten nur 33 Prozent diese Auffassung vertraten. Im Gegenteil – in Ostdeutschland lehnte eine klare Mehrheit (52 Prozent) die Hartz-IV-Reformen ab, während im Westen nur 40 Prozent strikt dagegen waren.

Ein weiteres Thema scheint die Nation zu spalten: Den "Montagsdemonstrationen" bringt fast ein Drittel der Westdeutschen (29 Prozent) kein Verständnis entgegen. In Ostdeutschland sehen dagegen nur 10 Prozent die Demonstrationen kritisch.

72 Prozent der Deutschen fühlen sich über die geplanten Reformen nicht gründlich informiert. Die Gruppe der 45- bis 59jährigen hat offenbar die größten Ängste vor sozialen Einschnitten und lehnt deshalb die Reformen ab, während in allen anderen Altersgruppen die Zustimmung für Hartz IV überwiegt. Bei Frauen scheinen die Reformen schlechter anzukommen als bei Männern. 47 Prozent der weiblichen Bundesbürger halten die neuen Härten der Reformen für "eher falsch", wohingegen 52 Prozent der Männer sie als "eher richtig" einstufen.

(04.11.2004; Quelle: VerbraucherNews.de)