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Häufigere Hüftbrüche bei Asthmatikerinnen

Steroide erhöhen Osteoporose-Risiko
Asthma-Patientinnen, die Steroide inhalieren müssen, haben laut einer amerikanischen Studie langfristig ein höheres Risiko an Osteoporose zu erkranken. Ein Forscherteam untersuchte 109 Frauen im Alter zwischen 18 und 43 Jahren, die alle über drei Jahre ein Steroid in unterschiedlichen Mengen inhaliert hatten. Bei den Probandinnen wurde an verschiedenen Körperstellen die Knochendichte gemessen. Frauen, die über den Tag verteilt ca. 800 Mikrogramm – also etwa acht Inhalierzüge – zu sich nahmen, wiesen einen höheren Verlust an Knochenmasse auf als jene Frauen, die nur vier bis acht Züge täglich inhalierten.

Offenbar sind davon jedoch die Körperteile unterschiedlich stark betroffen, denn nicht alle untersuchten Knochen verloren an Masse. Während Oberschenkelhals und Dornfortsatz kaum Knochenverlust aufwiesen, verloren vor allem Hüfte und Oberschenkelknochen deutlich an Masse. Folglich treten bei den Patientinnen verstärkt Brüche der Hüfte auf.

In keinem Fall sollten Asthmatikerinnen deshalb die Steroidtherapie abbrechen, doch es sollte gemeinsam mit dem behandelnden Arzt die geringst mögliche Menge an zu inhalierenden Steroiden ermittelt werden. Zusätzlich ist eine Einnahme von Calcium- und Vitamin-D-Präparaten ratsam.

(28.10.2004; Quelle: rund-um-asthma.de)

Zunahme der Allergien durch Dieselruß

Experten fordern Rußpartikel-Filter für Fahrzeuge
Neueste Forschungsergebnisse belegen, dass viele allergische Reaktionen auf Dieselruß zurückzuführen sind. Die Dieselruß-Partikel erhöhen nicht nur die Empfindlichkeit für Allergien, sondern können sie auch auslösen. Dies fördern offenbar vor allem die an Schwebstäube gebundenen oder gasförmigen organischen Verbindungen wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.

Experten fordern deshalb Rußpartikel-Filter für alle Dieselfahrzeuge. Die Filtersysteme könnten das gesundheitsschädigende Potential solcher Emissionen erheblich mindern und kämen so Allergikern wie Nicht-Allergikern gleichermaßen zugute. Es gilt als erwiesen, dass besonders in verkehrsreichen städtischen Gebieten die Rate von Allergien wie Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis, deutlich höher ist als in ländlichen Bereichen. Desto geringer der Abstand zu einer verkehrsreichen Straße, desto mehr nimmt sowohl die Allergie-Rate gegen verbreitete Allergene wie Pollen von Birke, Gras und Beifuß, als auch die Rate allergischer Reaktionen signifikant zu.

Versuche mit Mäusen haben ergeben, dass Dieselruß-Partikel die Produktion der hautsensibilisierenden Antikörper bei allergischen Prozessen erhöhen. Provokationstests bei Menschen bestätigten diese Befunde. In einer Placebo-kontrollierten Studie mit Hausstaubmilben-Allergikern erhöhte sich die Symptomrate mit Allergenen plus Dieselruß um mehr als das Doppelte im Vergleich zur alleinigen Anwendung von Allergenen oder Allergenen plus Placebo. Eine erhebliche Bedeutung kommt dabei den an Dieselruß-Partikeln adsorbierten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) zu.

(04.11.2004; Quelle: Ärzte Zeitung)