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Ohrgeräusche werden in der medizinischen Fachsprache als Tinnitus bezeichnet.
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Zahlreiche Künstler und andere berühmte Persönlichkeiten haben an Tinnitus
gelitten. Schon 500 Jahre vor Christus berichtete Hippokrates über Erkrankte
im klassischen Griechenland. Viele berühmte Persönlichkeiten litten unter ihr.
Zu ihnen gehörten Beethoven, Rousseau Smetana und Martin Luther. Der Reformator
Luther beschrieb seinen Tinnitus: "Niemand glaubt mir, wie viel Qual mir der
Schwindel, das Klingeln und Sausen der Ohren verursacht. Ich wage nicht, eine
Stunde ununterbrochen zu lesen, auch nicht etwas klar zu durchdenken oder zu
betrachten; sogleich ist nämlich das Klingeln da und ich sinke der Länge nach
dahin." Ohrgeräusche werden in der medizinischen Fachsprache als Tinnitus bezeichnet.
Charakteristisch ist, dass für diese Geräusche in der Regel keine äußere Schallquelle
verantwortlich ist, und sie nur vom Betroffenen gehört werden. Tinnitus tritt
in den unterschiedlichsten Formen auf. Er übertönt Gespräche, Musik, Vogelzwitschern,
einfach alles, was das Leben so schön macht.
Wer nicht selbst unter Ohrgeräuschen leidet kann kaum verstehen, weshalb ein
solches Leiden jemanden fast zur Verzweiflung bringen kann. Tinnitus wird in
den allermeisten Fällen früher oder später als erträgliche Begleiterscheinung
des täglichen Lebens empfunden (kompensierter Tinnitus). Trotzdem gibt es Betroffene,
die von dem quälenden Ton im Ohr beherrscht werden (dekompensierter Tinnitus),
da sich das Geräusch im Ohr festgesetzt hat. Dann kann er für den Betroffenen
zu einer sehr starken Lebensbeeinträchtigung werden. Tinnitus kann allein oder
mit Schwerhökrigeit auftreten. Fast die Hälfte der Betroffenen geben zusätzlich
als Begleiterscheinung Hyperakusis (Geräuschüberempfindlichkeit) an. Bei Hyperakusis
werden bestimmte Geräusche von geringer Lautstärke, wie z.B. menschliche Stimmen,
als sehr laut und außerordentlich belastend empfunden.
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